Jacob Jung: über BILD & Friedrichs konservative Doppelpässe

Konservative Sicherheitspolitik_innen bleiben dabei: Deutschland sei ein mögliches Anschlagsziel des „internationalen Terrorismus“, Sicherheitsgesetze müssten verschärft werden, die Sicherheitsbehörden bräuchten mehr Eingriffsrechte.
Auch wenn dieser Diskurs aktuell durch liberale und linke Kräfte einigermassen erfolgreich Gegenwind bekommt, reproduziert sich die konservative Sicherheitsdiskussion beständig weiter.
Einem wichtigen Ausschnitt davon widmet sich der lesenswerte Artikel „Innenminister Friedrich: 1000 islamistische Terroristen in Deutschland“ von Jacob Jung, der sich mit der Zusammenarbeit der BILD-Zeitung und Innenminister Friedrich beschäftigt, und dabei anschaulich macht, wie aus den von BILD berichteten „1000 islamistischen Terroristen“ in Deutschland am Ende 20 werden, und von 250 verzeichneten „terroristischen Anschlägen“ in der EU lediglich drei mit vermuteten „islamistischem Hintergrund“ sind.
Von dieser Form der konservativen Medienzusammenarbeit profitieren beide Seiten: die BILD kann ihre kriselnde Auflage erhöhen, Friedrich kann mit der Unterstützung einer verängstigten Öffentlichkeit einen erhöhten Sicherheitsetat fordern.
Viel Spass beim Lesen! ;-)





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